Montag, 25. Dezember 2017

Oberst Stäuble feiert Weihnachten



Alle Jahre wieder
Kommt das Christuskind
Auf die Erde nieder
Wo wir Menschen sind.
„Ahhhh!“
Oberst Stäuble war gerade dabei die Post nach Dringlichkeit zu sortieren als der gellende Schrei seiner Frau durch das Haus hallte. Innerhalb von Sekunden war er auf den Beinen, griff nach der erstbesten Waffe – einen Brieföffner – und stürzte in die Küche. Das Herz klopfte ihm bis zum Halse. Wenn seine tapfere Martha so fürchterlich schrie, dann wälzte sie sich vermutlich gerade mit einem Einbrecher im Todeskampf auf dem Boden herum! Aber dem würde er lehren, die Liebe seines Lebens so zu behandeln! Er würde ihn mit dem Brieföffner das Herz aus der Brust schneiden!

„Ich komme, Liebling!“, brüllte er und stürmte, den Brieföffner wie einen Speer haltend, durch die Küchentür. Unglücklicherweise fiel er dabei allerdings über Chantal, seine Bernhardinerdame, die, aufgeschreckt durch das Geschrei, ebenfalls in die Küche sprintete und dabei unglücklich mit ihm kollidierte. Er stolperte und schleuderte instinktiv noch im Sturz den Brieföffner, der nur Zentimeter neben Martha im Küchenschrank stecken blieb. Chantal bellte erst aufgeregt, entschied sich dann aber, dass keine akute Gefahr drohte und setzte sich wieder. Unglücklicherweise setzte sie sich zielsicher auf den am Boden liegenden Christoph, der unter dem ungeheuren Gewicht des Bernhardiners ein leises Wimmern ausstiess.

„Sag mal, willst du mich eigentlich umbringen? Und was machst du da mit unserer Chantal? Hundeyoga? Muss das denn in meiner Küche sein? Lass doch diesen Blödsinn!“, schimpfte Martha, griff nach Chantals Halsband und zerrte den Hund von Christoph hinunter, der so nun vor dem Erstickungstod bewahrt wurde. Stöhnend zog er sich an der Küchenanrichte hoch und rieb sich den schmerzenden Brustkorb. Was für eine Schande, wenn er, der grosse Oberst Stäuble, hier den Tod gefunden hätte, zerquetscht von einem Bernhardiner (Wobei, wenn er es sich recht überlegte, wäre das ein ziemlich schweizerischer Tod gewesen. Fast, wie wenn man von einem Traktor überfahren wurde).

Marthas Mitleid mit ihrem lädierten Ehemann hielt sich allerdings in Grenzen. Ärgerlich stemmte sie die Hände in die Hüfte und funkelte ihn an: „Kannst du mir jetzt erklären, wieso du mich mit einem Brieföffner attackierst? Ist das eine von deinen bescheuerten Militärübungen?“

„Militärübungen sind nie bescheuert. Abgesehen davon wollte ich dich nicht attackieren, ich wollte dich retten. Du hast so geschrien, ich dachte, ein Einbrecher würde dich angreifen!“
Martha verdrehte entnervt die Augen. „Ach Quatsch, Einbrecher, dass ich nicht lache! Durch dieses kleine Fenster könnte sich höchstens eine Eidechse quetschen“, spottete sie und deutete mit dem Daumen auf das besagte Fensterchen, das tatsächlich ziemlich schmal war.
„Ausserdem, selbst wenn ein Einbrecher hier einsteigen würde, würde ich schon alleine mit ihm fertig werden. Schliesslich habe ich ein Nudelholz.“

„Und wieso hast du denn so fürchterlich geschrien?“

„Na, wegen dem hier!“ Martha deutete mit ausgestrecktem Arm auf den offenen Küchenschrank. Christoph erwartete eigentlich einen Käfer oder eine Spinne zu sehen, aber da war nichts. Nur die Gewürze, die er erst gestern perfekt eingeräumt hatte.

„Und was genau ist mit dem Schrank nicht in Ordnung?“

„Mit dem Schrank ist alles super. Mein Problem ist eher, das was in dem Schrank drin ist.“

„Und was ist im Schrank drin? Ein Poltergeist oder was?“

Martha verschränkte die Arme vor der Brust. „Ein Poltergeist wäre mir lieber als die Katastrophe, die du hier angerichtet hast! Wieso zum Teufel hast du die Gewürze bitte schön so komplett falsch eingeräumt?“

Christoph musterte verwirrt den Stein beziehungsweise die Steine des Anstosses, konnte aber die Quelle der Empörung seiner Frau nicht erkennen. Die Gewürze standen genauso wie sie seiner Meinung nach stehen sollten. „Was soll hier heissen, falsch eingeräumt?“

„Vorgestern  waren sie noch anderes eingeräumt!“

„Ja, vorgestern waren sie auch noch nach alten System eingeräumt! Aber das war ja schrecklich unpraktisch, deshalb habe ich beschlossen ein neues System einzuführen. Sie sind jetzt alphabetisch eingeordnet. Also wirst du das gewünschte Gewürz in Zukunft noch leichter finden, weshalb du in Zukunft noch schneller kochen kannst, was wiederum deine Produktivität massiv steigern wird…“

Weiter kam er nicht. „Meine Produktivität muss nicht gesteigert werden!“, kreischte Martha, „meine Produktivität ist vollkommen in Ordnung! Und weisst du, wieso sie in Ordnung ist?! Weil MEINE Gewürze bisher nach MEINEM System eingeordnet waren, bis du dich eingemischt und alles durcheinander gebracht hast!!!“

„Aber Martha! Du hattest ja gar kein System, die Sachen standen da einfach so wild durcheinander!“

„Die standen da eben nicht einfach wild herum! Sie standen genau dort, wo sie immer stehen und das war gut so! Wie kommst du überhaupt dazu, in meiner Küche alles umzustellen? Du setzt hier schliesslich nur einen Fuss rein, wenn du dein Bier aus dem Kühlschrank holst? Dafür brauchst du wohl kaum Gewürze oder?“

Marthas Stimme hatte inzwischen das Volumen einer Sirene erreicht und als Christoph den Mund öffnete, um etwas zu erwidern, schnitt sie ihm rüde das Wort ab. „Hör mal, ich habe akzeptiert, dass du unsere Bücher nach Farben sortiert hast und dass du unser Wohnzimmer dreimal umgestellt hast. Ich habe sogar akzeptiert, dass du deine Unterhosen mit dem Massstab faltest und meinen Staubsauger auseinandergenommen hast, um die Leistung zu verbessern, was zur Folge hatte, dass der der Sauger jetzt einen Lärm macht wie ein Panzer…“

„Dafür saugt er doppelt so gut!“, bemerkte Christoph stolz.

„Ja, und Chantal bekommt jedes Mal fast einen Herzinfarkt, wenn ich ihn einschalte! Aber auch damit kann ich absolut leben! Was ich allerdings nicht akzeptieren kann, ist, dass du in MEINER Küche jetzt auch noch die Finger im Spiel hast! Hör mal, ich weiss ja, dass du dich langweilst, seit du pensioniert bist…“

Da hatte sie allerdings Recht. Er langweilte sich zu Tode, seit er in allen Ehren aus der Armee ausgeschieden war. Also hatte er eben beschlossen sich zuhause nützlich zu machen. Warum seine Frau sich jetzt genau darüber ärgerte, war ihm ein Rätsel.

„….aber wie wäre es, wenn du dich stattdessen mit etwas wirklich Nützlichem beschäftigen würdest? Irgendein sinnvolles Projekt anpacken würdest?“, fragte Martha und klang nun leicht verzweifelt.

Christoph schnaubte. Was für ein Projekt sollte er denn bitteschön anpacken? Er suchte schliesslich schon seit Anfang seiner Pensionierung nach einer längeren Beschäftigung, nur war ihm eben bis jetzt nichts eingefallen. Gerade öffnete er den Mund um Martha genau das zu sagen, da fiel sein Blick auf den Kalender. 24. November…Da klingelte etwas…

„Sag mal, wieso feiern wir eigentlich keine Familienweihnacht mehr?“

Martha war offenbar verwirrt über seinen abrupten Themenwechsel. „Öhm, vielleicht weil unsere Kinder keine zehn Minuten unter einem Dach verbringen können ohne sich zu streiten und weil es immer total anstrengend für mich war?“

„Ja, weil du dich immer alleine darum kümmern musstest, Schatz! Jetzt allerdings kann ich die Feier organisieren! Als Oberst, der ganze Bauernhöfe evakuiert hat, wird das ein Klacks für mich!“ Christoph war ganz begeistert von seiner Idee. Euphorisch schlang er die Arme um seine Frau. „Du wirst sehen, dieses Jahr werden wir eine Bilderbuchweihnacht feiern!“
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Süsser die Glocken nie klingen,
Als zu der Weihnachtszeit,
Ist als ob Engelein singen,
Wieder von Friede und Freud

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„Nein, Richard, die blaue  Kugel muss noch ein paar Millimeter höher!“

Mit anklagendem Blick liess Richard das Massband sinken. Sein Sohn Richard verdrehte entnervt die Augen. „Papi, findest du das nicht ein wenig übertrieben, die Abstände zwischen den Kugeln auszumessen?“

Christoph seufzte. Der Dilettantismus in dieser Familie was Weihnachten betraf, war wirklich fürchterlich. „Ich hab das alles genau berechnet, Richard. Wenn wir genau nach meinen Plan vorgehen, haben wir dieses Jahr einen absolut symmetrisch geschmückten Baum! So wie er eben sein soll!“

„Sag einmal, wann kommt jetzt eigentlich endlich die Gans? Die muss schliesslich noch in den Ofen und die Kinder kommen schon bald…oh, der Baum ist aber hübsch!“ Martha sah bewundernd auf die glitzernde und funkelnde Tanne.

 „Nicht wahr? Der Baum ist wirklich besonders hübsch geworden. Das liegt an meinen Vermessungen!“

„Aber warum hängt ihr denn nur die blauen und silbernen Kugeln auf? Wir haben doch noch viel mehr Farben“, wunderte sich Martha.

„Das passt nicht in unser Farbkonzept“, bemerkte Richard ironisch, „das Farbkonzept für diese Weihnachten ist blau – silbern. Nachzulesen auf unserer Flipchart.“ Er deutete auf die Tafel, die Christoph aufgehängt hatte und auf dem er vorsorglich alle Punkt für diese Bilderbuchweihnacht notiert hatte.

„Du brauchst gar nicht so zu spotten. Dank dieses phänomenalen Plans werden wir ein friedliches und schönes Weihnachten zusammen verbringen. Vorausgesetzt natürlich deine Schwestern beehrten uns noch mit ihrer Anwesenheit.“

Wie aufs Stichwort schellte die Türglocke. „Vielleicht sind sie ja das schon“, meinte Christoph fröhlich, und eilte an die Haustür um sie euphorisch aufzureissen. Er wurde von einem lauten Gackern begrüsst, denn vor ihm stand ein Mann in Lieferuniform, der eine quicklebendige Gans an einer Leine hielt.

„Fröhliche Weihnachten“, leierte der Lieferant herunter, „hier ist die Gans, die Sie bestellt haben!“

Christoph starrte fassungslos auf das Tier, das wild mit den Flügeln schlug. „Das muss ein Irrtum sein! Ich wollte einen Gänsebraten, keine lebendige Gans!“

„Na, dann hätten Sie das eben bei der Bestellung vermerken müssen“, erklärte der Lieferant verschnupft.

„Vermerken? Es ist ja wohl logisch, dass ich einen Braten zu Weihnachten möchte! Was soll ich denn mit einer Gans? Einen Ententeich eröffnen oder was?“

„Sie haben die Gans bestellt, jetzt haben Sie eben eine Gans!“ Der Mann drückte Christoph die Leine in die Hand, tippte sich noch kurz an die Mütze und verschwand, wobei er fast mit Christophs jüngster Tochter Nina zusammenprallte, die gerade um die Ecke bog.

„Frohe Weihnachten, Papi!“, wünschte ihm Nina mit strahlenden Lächeln und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. „Nanu? Hat sich Chantal etwa in eine Gans verwandelt?“ Sie warf einen verwunderten Blick auf die Gans, die fröhlich schnatterte.

„Wie? Ach so, nein, das ist unser Festtagsbraten. Also wäre unser Festtagsbraten, wenn sie nicht dummerweise noch ihre Federn hätte und quietschlebendig wäre.“

„Ach, das ist kein Problem, Papi. Die haben wir doch in Nu geschlachtet.“ Richard war dazu gestossen um seine kleine Schwester zu begrüssen. Er warf begehrliche Blicke auf die Gans.

Nina, die gerade einen bunten Schal vom Hals wickelte, erstarrte mitten in der Bewegung. „Wie? Du willst sie schlachten?“, fragte sie entsetzt, als hätte Richard eben verkündet, er hätte vor, zur Feier des Tages den dritten Weltkrieg von Zaun zu brechen.

„Wie willst du sie denn sonst essen?“

„Gar nicht. Ich bin Vegetarierin, wie du sehr wohl weisst!“

Christoph konnte ein Schnauben nicht unterdrücken. „Das ist doch nur eine Phase.“ Von seinen drei Kindern war Nina mit Abstand diejenige, die ihn am meisten auf Trab gehalten hatte. Wenn sie nicht gerade ihr Zimmer mit schlecht gedrehten Joints in Brand gesteckt hatte, hatte sie sich auf irgendwelchen Protestaktionen herumgetrieben. Christoph wurde jetzt noch rot bei dem Gedanken, dass er sein Töchterchen einmal auf der Polizeiwache hatte abholen müssen, weil sie gegen Pelz demonstriert hatte – splitterfasernackt.

„Papi, ich esse seit zwölf Jahren kein Fleisch mehr. Das ist eine etwas lange Phase oder? Mami ist in der Küche oder? Ich hab ihr was mitgebracht!“ Sie zog eine Keksdose aus der Tasche und marschierte Richtung Küche, wobei sie Chantal auswich, die ihr schwanzwedelnd entgegenkam und versuchte ihr das Gesicht abzuschlecken.

Christoph wollte ihr mit der Gans an der Leine folgen, doch Richard packte das Tier und klemmte es sich unter den Arm. „Ich erledige das, Vater“, sagte er und marschierte mit einer Miene, als wolle er sich wie Napoleon in eine Schlacht stürzen in die Küche. Übles ahnend setzte ihm Christoph nach. Irgendwie hatte er das untrügliche Gefühl, dass der nächste Punkt auf der Liste nicht „friedlich miteinander Punsch trinken“, sondern „Fahrt in die Notaufnahme“ sein würde.

„Ninalein! Wie schön, dass du da bist! Hast du…Richard was soll das? Was machst du da mit dieser Gans?“

„Schlachten!“, erwiderte Richard grimmig. Kurz fragte sich Christoph, ob sein Sohn denn so genau wusste, wie man eine Gans schlachtete. Immerhin arbeitete er als Informatiker. Allerdings hatte er sich schon ziemlich früh dafür entschieden, nicht allzu genau nachzuforschen was seine Kinder in der Freizeit trieben. Das war besser für sein Nervenkostüm.

„Was? Bist du wahnsinnig geworden? Lass die arme Gans in Frieden!“, verlangte Nina und riss das hektisch schnatternde  Tier rigoros aus Richard Armen.

„Jetzt mach nicht so ein Theater, es ist nur ein Tier!“, fauchte Richard und schnappte sich die Gans wieder.

„Chantal ist auch nur ein Tier, trotzdem würdest du sie nicht essen oder?“, konterte Nina scharf.

„Chantal ist auch schon alt und zäh!“

„Na, bei euch herrscht ja schon richtig festliche Stimmung.“ Unbemerkt von allen war Christophs ältere Tochter Selina hinzugekommen. Gähnend setzte sie sich an den Küchentisch und betrachtete mit trüben Blick die Auseinandersetzung zwischen ihrem Vater und ihrer Schwester. „Aber nur zur Info, wenn ihr euch gegenseitig verletzt, werde ich keine lebensrettenden Massnahmen einleiten. Dazu bin ich einfach viel zu müde.“ Selina hatte Medizin studiert und leistete gerade ihr erstes Jahr als Assistenzärztin. Christoph war überaus stolz auf seine „Frau Doktor“, die schon immer das Vernünftigste seiner Kinder gewesen war. Dafür führte sie sich aber wegen akuten Schlafmangel immer auf wie ein Zombie.

„Hier wird niemand verletzt! Abgesehen von der Gans natürlich“, bellte Richard, während er mit der einen Hand die sich sträubende Gans festhielt und mit der anderen in der Schublade nach einem Messer wühlte. Er erwischte statt eines Messers allerdings die Fonduegabel, was ihm Eifer des Gefechts aber niemanden ausser Christoph aufzufallen schien. 

„Hier wird gar keine Gans geschlachtet! Weihnachten ist das Fest der Liebe, das können wir wohl kaum mit einem Mord beginnen!“ Und mit diesem Aufschrei warf sich Nina wieder ins Gefecht um Richard sowohl Gans als auch Fonduegabel abzunehmen. Christoph fühlte sich bewogen einzugreifen bevor sich seine Kinder ernsthaft wehtun konnten.

Das stellte sich als nicht so einfach heraus. Als Erstes bekam er den Ellbogen von Nina ins Gesicht, dann bohrte sich der Schnabel der Gans äusserst schmerzhaft in seine Hüfte. Bruder und Schwester hatten sich so ineinander verkeilt, dass kein Blatt dazwischen kam. „Jetzt seid doch vernünftig!“, versuchte Christoph die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Aus den Augenwinkeln sah er, wie Martha die Ärmel hochkrempelte und nach einer Bratpfanne griff. Er fand dass zwar eine etwas rigorose Erziehungsmethode, als es jedoch Richard tatsächlich fertigbrachte ihm die Fonduegabel in seinen Hintern rammte, fand er den Lösungsansatz grossartig…Bis zu dem Moment als die Bratpfanne mit Wucht auf seinen eigenen Kopf landete.

Und mit einem Mal hörte Christoph die Engelein singen.

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Fröhliche Weihnacht überall,
Tönt es durch die Lüfte froher Schall,
Weihnachtsbaum, Weihnachtstraum!
Weihnachtsduft in jedem Raum!
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Grundsätzlich hätte Christoph das Eis lieber gegessen, als es gegen seine Stirn zu pressen, aber da seine Frau ihm eine eiergrosse Beule verpasst hatte, blieb ihm nichts anderes übrig. Martha entschuldigte sich auch tausendmal. „Es tut mir echt leid, ich wollte eigentlich Richard treffen, du bist mir da einfach dazwischen gerutscht!“

„Toll!“, grummelte Christoph, „du wolltest eigentlich nicht mich zusammenschlagen, sondern unseren einzigen Sohn.“

„Ich wollte nur die Gans retten. Das arme Tier!“

Besagtes armes Tier war im Gegensatz zu Christoph unbeschadet aus der Geschichte herausgekommen und flatterte gerade fröhlich im Badezimmer herum. „Wegen diesem blöden Vieh wurde ich fast totgeschlagen.“

„Ach, Quatsch. Du hast höchstens eine Gehirnerschütterung“, diagnostizierte Selina munter.

„Na dann geht’s ja noch!“, fauchte Christoph.

„Naja, vielleicht hast du auch innere Blutungen im Kopf, aber das merkst du erst in ein paar Stunden. Du kannst dich also ganz auf deine perfekte Weihnachtsfeier konzentrieren.“ Sie tätschelte ihm aufmunternd die Schulter.

„Perfekte Weihnachtsfeier! Wir haben noch nicht mal was zu essen, weil Nina ja unbedingt unser Essen retten musste!“

„Um das Essen kümmere ich mich, Schatz! Oder wir essen alle einfach von Ninas Keksen, die sind nämlich super.“ Martha steckte sich schon das Nächste in den Mund. „Geht ihr ruhig ins Wohnzimmer und absolviert den nächsten Punkt auf der Liste.“

Im Wohnzimmer mühte sich Nina gerade mit einer Weinflasche ab. „Ich bekomm die blöde Flasche nicht auf!“, schimpfte sie.

„Wieso willst du sie überhaupt aufmachen?“

„Wie soll ich denn sonst den Wein trinken?“

„Du sollst gar keinen Wein trinken, zumindest nicht jetzt!“, bestimmte Christoph und nahm die Flasche wieder an sich. „Zieh stattdessen deinen Weihnachtspulli an und hol deine Blockflöte.“

„Weihnachtspulli?“, echoten Nina und Selina.

„Ja, Weihnachtspullis. Die habe ich extra bestellt, damit wir danach eine hübsche Weihnachtskarte daraus basteln können.“ Christoph griff nach der Plastiktüte, die er unter dem Christbaum verborgen hatte und überreichte seinen Töchtern mit strahlenden Mienen die gestrickten Pullis. Die Miene der beiden rutschte von heiter – amüsiert zu fassungslos, als sie die Kleidungsstücke auseinander falteten. Ninas Pulli zeigte ein Rentier mit Nikolausmütze, Selinas eine Weihnachtselfe.

„Ich ziehe dieses hässliche Teil nicht an. Und erst recht nicht lasse ich mich damit fotografieren!“, erklärte Selina und verschränkte die Arme vor der Brust.

Nina nickte zustimmend. „Aber echt jetzt Papi. Was für eine Schnapsidee! Und was soll ich mit der Blockflöte? Ich spiele seit ich zwölf bin keine Blockflöte mehr!“

Vielleicht war es die Tatsache, dass er wegen einer Gans k.o geschlagen wurde, vielleicht war es, weil seine Kinder gerade dabei waren sein perfekt organisiertes Weihnachten mit ihren Launen zu torpedieren. Auf jeden Fall riss sein Geduldsfaden, der ohnehin noch nie besonders stabil gewesen war und so blaffte er die beiden an: „Ihr zieht jetzt sofort diese Pullis an und dann wirst du Nina, Blockflöte spielen und du, Selina wirst Geige spielen. Und dann werdet ihr üben, bis ihr das Stille Nacht rückwärts, vorwärts, auf Deutsch, Chinesisch und Russisch spielen könnt! Ansonsten könnt ihr euch euer Erbe in den Hintern schieben!“

Ob es nun die Drohung war oder die Tatsache, dass Christoph seine Offiziersstimme ausgepackt hatte, seine Töchter zogen jedenfalls ohne Widerstand die Pullis an, nahmen die Instrumente entgegen, die Christoph auf dem Dachboden ausgegraben hatten und begannen brav das „Stille Nacht“ zu üben, wobei es bei ihnen allerdings eher nach einem brutalen Kettenmassaker klang. Die schrillen Töne sorgten dann auch dafür, dass Christoph, der sich zufrieden in einen Sessel gesetzt hatte, die Türglocke überhörte. Umso überraschter war er, als auf einmal jemand an die Haustüre hämmerte und eine tiefe Stimme sagte: „Aufmachen, hier ist die Polizei!“

Das schräge Geigen – und Flötenspiel brach abrupt ab. „Papi, was hast du angestellt?“, fragte Selina entsetzt.

„Hast du etwa Stripper bestellt?“ Nina klang für Christophs Geschmack eine Spur zu hoffnungsvoll.

„Spielt einfach weiter, Mädchen!“, befahl er ihnen, während er zur Tür stürzte.

Die gute Nachricht war, diesmal stand keine Gans vor ihm. Die schlechte war, dass es dieses Mal zwei breitschultrige Polizisten war, die ihn mit grimmiger Miene musterten. „Sind Sie Herr Stäuble?“, fragte der eine, der  mit seinem weissen Rauschebart aussah wie der Weihnachtsmann. Nur nicht so freundlich.

„Oberst Stäuble“, korrigierte er automatisch.

Der zweite Polizist, der lang und hochaufgeschossen wie eine Spaghetti Nudel war, schob mit wichtiger Miene die Unterlippe vor. „Ein Nachbar hat uns informiert. Bei Ihnen wird gerade eingebrochen, Herr Oberst!“

„Eingebrochen? Jetzt gerade? Das würden wir doch merken!“

„Sie können sich gerne selbst überzeugen. In Ihrem Fenster steckt ein Mann fest.“

Das entsprach tatsächlich der Wahrheit. Als Christoph mit den beiden Polizisten in den Garten trat, sah er tatsächlich einen Männerhintern, der aus dem Klofenster ragte. Allerdings ein ihm sehr bekannter Männerhintern, den er schon gekannt hatte, als er noch ein unschuldiges Babypopo gewesen war. „Das ist kein Einbrecher. Das ist mein Sohn.“

„Und was macht Ihr Sohn da? Klemmen Sie Ihre Kinder an den Festtagen etwa immer in Fenstern ein?“ Der Weihnachtsmannpolizist kicherte über seinen Scherz.

„Quatsch! Richard!“, rief Christoph, „Richard, was machst du da?“

„Ja, was wohl? Ich geniesse die wunderbare Abendluft“, sagte Richard sarkastisch.

„Indem du deinen Po aus dem Fenster streckst?“

„Papi! Schon mal was von Ironie gehört? Ich war auf dem Klo und als ich raus wollte, hat die verdammte Tür geklemmt. Also wollte ich zum Fenster raus und das ist das Resultat davon!“

Das Resultat vom Resultat war, dass Christoph in klirrender Kälte, nur mit seinem Hausmantel bekleidet und mit dünnen Pantoffeln an den Füssen mit zwei Polizisten an den Beinen seines Sprösslings rumzerrte. Erst nach einigen Minuten gelang es ihnen Richard aus dem Fenster zu ziehen. Dessen Dankbarkeit hielt sich in Grenzen. Laut über „alte Schrotttüren“ und „viel zu enge Fenster“ schimpfend verschwand er wieder im Haus.

„Naja, dann tut es mir leid, dass Sie umsonst gekommen sind.“ Christoph streckte den Polizisten die Hand entgegen, doch keiner der beiden machte Anstalten sie zu ergreifen. Stattdessen musterten sie Christoph aus zusammengekniffenen Augen.

„Sie wissen schon, dass man die Polizei nicht einfach zum Spass rufen darf oder?“, knurrte das Spaghetti.

„Ich habe sie ja nicht gerufen. Das war mein Nachbar“, erinnerte ihn Christoph.

„Woher soll Ihr Nachbar denn wissen, dass diese Beine Ihrem Sohn und nicht einen Einbrecher gehören?“, gab der Weihnachtsmann zu bedenken.

„Indem er zum Beispiel zuerst mich anruft?“

„Vielleicht dachte er, sie lägen bewusstlos im Wohnzimmer, niedergeschlagen vom Einbrecher. Nein, nein, Ihr Nachbar hat schon richtig gehandelt, aber das Benehmen Ihres Sohnes lässt nicht gerade auf ein normal denkendes Wesen… “

Christoph hatte schon immer empfindlich auf Kritik an seinen Kindern reagiert. Seiner Meinung nach war der Einzige, der das Recht dazu hatte seine Nachkommen zurechtzuweisen. Ausserdem war ihm kalt, sein Kopf schmerzte noch immer und er war schon völlig erledigt, obwohl noch nicht einmal die Hälfte seines Weihnachtsfestes geschafft hatte. „Hören Sie, Sie Witzfiguren: Ich habe keine Lust mich am Heiligabend über den geistigen Zustand meines Sohnes zu unterhalten, nur weil mein paranoider, kontrollsüchtiger Nachbar bei jedem kleinen Kinkerlitzchen bei Eurem durchgedrehten idiotischen Verein anruft, statt Probleme wie ein echter Mann zu lösen, nämlich mit der Pistole in der Hand!“

Das mit den „Witzfiguren“ und „durchgedrehter, idiotischer Verein“ hätte er lieber nicht gesagt. Als Christoph mit vor Wut zornrotem Gesicht wieder ins Wohnzimmer stapfte, hatte er eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung am Hals.

Und weil just in dem Moment die von Selina und Nina produzierte Musik aus dem Fenster geschallt war, hatte er auch gleich noch eine Anzeige wegen Ruhestörung eingefahren.

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O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Wie grün sind deine Blätter,
Wie oft hat mich zur Weihnachtszeit,
Ein Baum von dir, mich sehr erfreut

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Wenigstens das Essen verlief friedlich. Nachdem ihr Vater wegen den Vorfall mit den Polizisten einen Tobsuchtsanfall bekommen hatte und nur mit viel Schnaps und gutem Zureden wieder beruhigt werden konnte, wollten seine Kinder jeglichen weiteren Ärger vermeiden und waren ausgesprochen höflich zueinander. Richard hatte sogar ohne zu meckern seinen Weihnachtspulli mit Schneemannaufdruck angezogen.

Auch ohne Gans war es Martha gelungen ein leckeres Menü zu zaubern und alle drei Kinder beeilten sich das Essen in den Himmel zu loben. Nina verzichtete sogar auf ihren üblichen wir – stopfen – uns – hier – die – Bäuche  - voll – während – in – Afrika – die – Kinder – verhungern Vortrag und Selina unterliess es, von den Ausscheidungen ihrer Patienten zu erzählen.
Kurzum, der Abend entwickelte sich nach Startschwierigkeiten tatsächlich zu der von Christoph angestrebten Bilderbuchweihnacht…wäre da nicht Marthas seltsames Verhalten gewesen, das Christoph zutiefst irritierte.

Es fing schon damit an, dass Martha, die sonst grossen Wert auf Tischmanieren legte, sich wie eine Wahnsinnige die Nudeln in den Mund stopfte, als hätte sie mindestens seit drei Wochen nichts mehr gegessen. Die erstaunten Blicke ihrer Familie ignorierend, ass sie mit derselben unanständigen Begeisterung auch die Bratkartoffeln und die Suppe, wobei sie Letztere so laut schlürfe, dass Christoph sich an das Essen in der Militärkantine erinnert fühlte. Als sie dann auch noch ihren Salatteller ausschleckte, wagte er schliesslich zu fragen: „Schatz? Ist alles in Ordnung mit dir?“

Martha strahlte ihn an. „Natürlich! Mir geht es gut! Nein, mir geht es besser als gut! Mir geht es fantastisch! Ich bin so übermütig, am liebsten möchte ich tanzen!“ Sprach es und sprang vom Stuhl auf um zu den Radioklängen von „Last Christmas“ Pirouetten zu drehen, wobei sie wie eine Windmühle mit den Armen ruderte.

„Ich glaube, Mami ist  verrückt geworden“, stellte Richard entgeistert fest, während sie zusahen wie Martha durch den Gang hüpfte und dabei vor Vergnügen kreischte.

„So schnell wird man nicht verrückt, da hätte sie schon vorher Symptome zeigen müssen. Und die hat ja eher Papi gezeigt“, meinte Selina vernünftig.

„Vielen Dank! Aber ich bin nicht der, der gerade eine Einfrauballettvorstellung gibt!“

„Also wenn ihr mich fragt, benimmt sie sich wie die Patienten, die ein paar Pilze geschluckt haben“, erklärte Selina ruhig. Sie schien es nicht zu stören, dass ihre Mutter einen jähen Rückfall in die Kindheit erlitt und gerade versuchte, im Abendkleid einen Purzelbaum zu schlagen.

Nina war bei den Worten ihrer Schwester blass um die Nase geworden. „O mein Gott! Meine Kekse! Da war Hasch drin!“, flüsterte sie entsetzt.

Christoph glaubte, sich verhört zu haben. „Was? Du bringst deiner Mutter Haschkekse mit? Bist du denn von allen guten Geistern verlassen?“ Langsam bereute er es wirklich, Nina als Kind nicht in ein Internat gegeben zu haben. Vielleich hätte man dort zu verhindern gewusst, dass seine Jüngste ein kiffender Hippie wird.

„Doch nicht absichtlich! Ich habe für euch ganz normale Kekse gebacken, aber einer meiner WG – Kollegen hat gleichzeitig seine Spezialkekse gemacht. Wahrscheinlich haben wir da im Stress die Bleche vertauscht. Aber keine Angst“, fügte sie hastig hinzu als sie Christophs tödlichen Gesichtsausdruck sah, „wenn sie nicht zu viel davon gegessen hat, wird die Wirkung bald nachlassen!“

„Sie hat aber alle deine verfluchten Kekse gegessen!“, brüllte Christoph und er hätte seiner Tochter noch ganz andere, weitaus unhöflichere Dinge an den Kopf geworfen, wenn nicht in diesem Moment Martha zurück ins Wohnzimmer getänzelt wäre. Allerdings nicht alleine, in ihren Händen hielt sie die hysterisch schnatternde Gans und schwang diese übermütig über ihren Kopf. „Flieg Gänschen, flieg!“, kicherte sie und liess das Tier los.

Danach brach das Chaos aus. Die Gans, die offenbar endgültig genug hatte von der rüden Behandlung, die ihr in dieser Familie zuteilwurde, versuchte flatternd zu entkommen. Chantal, die bis jetzt friedlich unter dem Tisch gelegen hatte, kam wie eine Rakete darunter hervorgeschossen, wobei sie fast das Tischtuch mitgerissen hätte, wenn nicht Richard es geistesgegenwärtig festgehalten hätte. Chantal rannte bellend der Gans nach, die Gans schlug noch hektischer mit den Flügeln um den Bernhardiner zu entkommen und knallte schliesslich gegen den Weihnachtsbaum. Der wankte bedrohlich, hielt aber stand…zumindest bis Chantal zum Sprung ansetzte. Wie in Zeitlupe sah Christoph wie seine riesige Hündin mit hängender Zunge durch die Luft flog und wie ihr massiger Körper schliesslich auf die Tanne prallte, die nun endgültig aufgab und mit lauten Geklirr zu Boden krachte.

Totenstille. Dann räusperte sich Richard. „Nun ja, zumindest müssen wir den Baum jetzt nicht mehr abräumen.“

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O du Fröhliche! O du Selige!
Gnadenbringende Weihnachtszeit !
Welt ging verloren, Christ ist geboren,
Freue dich, o Christenheit.

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Zu Christophs ausserordentlichem Entsetzen bestand Martha darauf, trotz ihres desolaten Zustands an der Mitternachtsmesse teilzunehmen. „Zu einer Bilderbuchweihnacht gehört die Christmesse!“, blaffte sie ihre Familie unwirsch an, als diese ihr nahelegte doch zuhause zu bleiben. „Abgesehen davon geht es mir blendend!“

Das Problem war auch eher, dass es ihr etwas zu blendend ging. Auf dem Weg zur Kirche schmetterte sie so laut das „O du Fröhliche“, dass sie beinahe die Kirchenglocken übertönte und umarmte dann auch noch eine Strassenlaterne, weil sie behauptete, diese brauche an Weihnachten doch auch ein bisschen Liebe. Christoph musste sie fast gewaltsam von der Laterne löse, was zu einem Tränenausbruch und einen wüsten Schwall an Beschimpfungen führten. Als sie endlich auf dem Kirchplatz angekommen waren, hatte sich Martha Gott sei Dank wieder beruhigt. Brav hing sie am Arm ihres Mannes und begrüsste lächelnd ihre Bekannten und Freunde.

Christoph hatte beinahe schon die Hoffnung, dass er seine Frau durch die Kirchtüren bugsieren konnte, ohne dass ihr abgedrehtes Verhalten jemanden auffiel, da begann es zu schneien. Wie um ihn zu verhöhnen fielen dicke grosse Flocken vom Himmel, ganz so, wie man es sich einer perfekten Weihnachten wünschte. Martha jedenfalls rastete beim Anblick der weissen Pracht vollkommen aus, riss sich von Christophs Arm los und begann mit der Zunge die Flocken aufzufangen, wobei sie sich wie ein Kreisel drehte. Alle Gottesdienstbesucher starrten sie bis Richard sich erbarmte und seine Mutter einfing. Zu dritt bugsierten sie die inzwischen überdreht kichernde Martha in die Kirche.

Während des Gottesdienstes benahm sie sich fast normal, sah man davon ab, dass sie den Priester mit glasigem Blick anstarrte und wie ein kleines Kind auf der Bank auf und ab hüpfte. Christoph betete, dass ihm Martha weitere Peinlichkeiten ersparte, doch vermutlich war Gott an diesem Abend schlichtweg zu beschäftigt, denn ausgerechnet während der Meditationsstille, sagte Martha laut und für alle gut vernehmlich: „Der Typ da vorne hat ja ein Kleid an!“

So schnell hatte Christoph die Kirche noch nie verlassen und so einig waren sich auch seine Kinder schon lange nicht mehr gewesen. Sie schleiften Martha förmlich nachhause, um zu verhindern, dass sie in ihren drogentrunkenen Zustand noch Schlimmeres anrichtete. Glücklicherweise schien die Wirkung der Kekse langsam nachzulassen und Martha war einfach nur noch müde, weshalb sie sie problemlos ins Bett bringen konnte.

Als Christoph fürsorglich die Decke über seine Frau ausbreitete, säuselte sie ihm zu: „Ach, Schatz, das war wirklich ein wunderbares Weihnachten! Du hattest Recht, es geht doch nicht über eine gute Organisation!“ Und schlief mit einem seligen Lächeln ein.

Auch Jahre später erzählte Martha immer wieder begeistert von der Bilderbuchweihnacht, die Christoph so wunderbar arrangiert hatte. Dass sie diese schöne Erinnerung jedoch weniger seinem Organisationstalent, als vielmehr den Hanfkeksen ihrer Tochter zu verdanken hatte, vergass er bequemerweise zu erwähnen.

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Stille Nacht, Heilige Nacht,
Alles schläft, einsam wacht,
Nur das traute hochheilige Paar,
Holder Knabe im lockigen Haar,
Schlaf in himmlischer Ruhe,
Schlaf in himmlischer Ruhe.




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