Sonntag, 12. Februar 2017

Die besten Ausreden der Abstimmungsverlierer




Egal wie sehr die Parteien sonst in den Haaren liegen und wie unterschiedlich sie sind, in einem sind sie alle gleich: Wenn sie eine Abstimmung verlieren, sind sie erstaunlich kreativ wenn es darum geht, sich die Niederlage irgendwie noch schönzureden. Links und rechts schaffen es immer wieder, Resultate so zu drehen, dass es mit dem eigenen Weltbild wieder übereinstimmt. Da kann ärgerlich oder nervig sein, aber auch sehr witzig, wie die nachfolgende Aufzählung (hoffentlich) zeigt (natürlich hat sich die Autorin die Freiheit genommen, auch noch selbst ein paar Punkte hinzuzufügen). Ach ja, die NAF habe ich unterschlagen. Ich möchte mich heute einfach mal im Triumph sonnen.


Die besten Ausreden, wieso die erleichterte Einbürgerung trotz heftigem Widerstand der SVP angenommen wurde:

  1. Die Bürger – und Bürgerinnen trugen alle beim Ausfüllen der Stimmzettel Burkas, so dass sie nicht sehen konnten, dass sie JA statt NEIN schrieben.
  2. Dem Volk wurden im Abstimmungsbüchlein bewusst wichtige Informationen vorenthalten, zum Beispiel die Tatsache, dass bereits jetzt pro Tag mindestens 10‘000 Afrikaner eingebürgert werden oder dass auch ausländische Kampfhunde in der dritten Generation eingebürgert werden können, was zu mehr Hundebissen führen wird.
  3. Die Menschen haben keinen Kunstsinn mehr und haben deshalb die schönen Plakate mit der tiefgehenden und sensibel versteckten Botschaft nicht zu würdigen gewusst.
  4. Eingebürgerte Stimmbürger haben der Vorlage zum Durchbruch verholfen (also „kulturfremde“ Schweizer)
  5. Nicht die Schweizer – und Schweizerinnen haben abgestimmt, sondern naive, regenbogenspuckende Einhörner.
  6. Das Plakat wurde komplett missverstanden und deshalb zu Unrecht  als rassistisch verunglimpft. Es zeigt keine Burka, sondern Andreas Glarner in einem schwarzen Regenmantel. Damit wollte er darauf hinweisen, dass bei einem Ja, auch das ausländische schlechte Wetter  eingebürgert werden würde (noch so eine Information, die uns vorenthalten wurde).
  7. Die Schweizer – und Schweizerinnen in der dritten Generation haben sich eine Zeitmaschine gebastelt und sind aus der Zukunft gekommen, um für sich selbst das Stimmrecht zu erwirken.
  8. Immerhin 39% haben Nein gesagt, das ist praktisch die Hälfte und die Hälfte ist wiederum fast das Ganze, was bedeutet, irgendwie wurde es doch abgelehnt.
  9. Die Linken sind schuld.


Die besten Ausreden wieso die USR III abgelehnt wurde

  1. Das blöde Volk hat nicht richtig verstanden worum es geht, weil die Vorlage so unglaublich kompliziert ist. 
  2. Die Bürger – und Bürgerinnen sind so enttäuscht über die Nichtumsetzung der Masseneinwanderung, dass sie auch purem Trotz Nein gestimmt haben.
  3. Die Einhörner haben sich wieder eingemischt.
  4. Die gemeinen Linken haben tatsächlich sachliche Argumente verwendet. Damit konnte schliesslich niemand rechnen.
  5. Die Leute haben trotz der Gruselgeschichten von Ueli Maurer nicht begriffen, dass die Schweiz auf der Stelle untergehen wird, wenn die USR III nicht angenommen wird. Die Gegner der Initiative haben in diesem Zusammenhang auch bewusst unterschlagen, dass die antiken Städte Troja und Atlantis nur deshalb vom Angesicht der Welt gefegt wurden, weil sie den Unternehmen keine Steuerprivilegien einräumten.
  6. Die böse Hexe aus dem Graubünden, Eveline Widmer – Schlumpf, hat die Reform verflucht.
  7. Die eingebürgerten Ausländer, die nicht richtig Deutsch können, konnten das Abstimmungsbüchlein nicht lesen und haben deshalb einfach „Nein“ hingeschrieben.
  8. Die Leute haben einfach nicht gerafft, dass auch sie Vorteile aus der Steuerreform gezogen hätten. Zum Beispiel würde, wenn denn Reichen gegeben und den Armen genommen wird, vom Staat ein Robin Hood engagiert werden, der diese Ungerechtigkeiten wieder ausgleichen wird.
  9.  Die Linken sind schuld.

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