Sonntag, 27. März 2016

Einblick, Ausblick, Überblick




Ach, ich weiss, ich blogge nicht so regelmässig, wie ich das gerne würde. Aber ihr müsst zugeben, meine Blogs sind dafür ziemlich ausführlich. Ändert natürlich nichts daran, dass ich mit meinem Filmzitate – Projekt hinterherhinke. Also dass ich die hundert noch in diesem Jahr schaffe, wage ich zu bezweifeln, ich bin froh, wenn ich die zwanzig hinkriege.

Allerdings ist es nicht so, als würde ich gar nicht schreiben. Ich sitze ja schon seit gefühlten tausend Jahren an meinem Fantasyroman (der bis jetzt nur in meinem Kopf existiert, also freut euch nicht zu früh) und ich kann euch sagen, es ist kein Zuckerschlecken eine komplexe Geschichte zu schreiben! Okay, es macht meistens Spass, aber manchmal schwirrt mir ganz schön der Kopf von all diesen Handlungssträngen, Wesen, Charakteren und Schauplätzen, die sich in meinem Innern tummeln.

Und nebenbei fröne ich natürlich auch meinem Hobby, dem Fanfiction schreiben. Momentan bin ich total süchtig nach der BBC – Serie „The Musketeers“. Ich meine, heisse Männer in Uniformen mit langen Haaren? Wie soll ich da widerstehen können! Da mir die Zeit bis zur nächsten Staffel zu lang wurde, habe ich mich hingesetzt und mir selbst  eine Story ausgedacht, die wie üblich viel länger wurde als gedacht und noch immer nicht  fertiggestellt ist. Falls ihr euch ebenfalls für französische Helden erwärmen könnt, die Story findet ihr unter http://fanfiction.artagnan.de/story/wem-die-stunde-schlaegt.html.

Aber ich habe euch nicht vergessen, liebe Leser! Auch für das Filmzitate – Projekt bin ich am Schreiben. Der Grund wieso es etwas länger dauert ist der: Zum ersten Mal will ich eine längere Geschichte online stellen. Bis jetzt habe ich die Handlung erarbeitet und die passenden Zitate ausgewählt. Wenn ich fleissig bin, schaffe ich es vielleicht den ersten Teil schon nächste Woche online zu stellen. Wobei, nein, realistisch betrachtet, werden es vielleicht doch eher zwei Wochen. Es ist das erste Mal, dass ich eine Story für den Blog splitte und ich hoffe, es wird nicht allzu verwirrend.

Neben der kreativen Arbeit gibt es natürlich auch meine richtige Arbeit, die ich sehr liebe und die 
mir Spass macht, die natürlich aber auch Energie und Zeit beansprucht (naturgemäss). Und dann singe ich ja noch im Kirchenchor (Halleluja!). Naja, ich versuch es wenigstens. Am Karfreitag mussten wir singen, sehr betrübliche Lieder, bei denen der Spassfaktor bei Minus Zehn liegt. Vielleicht lag es daran, dass meine Konzentration nicht die beste war, auf jeden Fall verlor ich während des Schlusslieds den Faden und den Ton. Ich fand meine Interpretation zwar auch ganz hübsch, stand mit dieser Meinung allerdings alleine da.

Dann war ja ein Vorsatz für das neue Jahr nicht nur Mitglied einer Partei zu sein, sondern auch tatsächlich etwas für diese zu tun. Nun ja. Ursprünglich bin ich ja mal der JUSO beigetreten. Nur bin ich so gar nicht der revolutionäre Typ. Ich bin eher so der „Lass – uns – drüber – reden – und – danach – tanzen – wir – auf – einer – Blumenwiese – Typ. Ich trinke ja nicht mal Bier. Ich finde es bewundernswert wie viele junge Menschen (sehr junge Menschen teilweise) sich so engagieren. Aber manchmal habe ich tatsächlich das Gefühl, dass ich mit meinen dreiundzwanzig Jahren einfach zu alt bin. Oder zu seriös. Zu langweilig würden böse Zungen sagen. Also beschloss ich, mich bei der Mutterpartei, sprich der SP, einzuschreiben, fest entschlossen, dort auch aktiv mitzuwirken. Oder zumindest halbwegs aktiv.

Immerhin, ich ging zur Hauptversammlung. Das ist für mich nicht ganz leicht, ich bin eine scheue Person, die Menschenansammlungen lieber aus den Weg geht. Es war dann auch ein kleiner Schock, denn es waren – nach meinem Ermessen – viele Menschen da. Natürlich, sie rissen mir nicht den Kopf ab, im Gegenteil, sie waren alle freundlich.

Dennoch, ich bin immer sehr ungelenk in solchen Situationen. Das fängt schon beim Vorstellen an, ich spreche immer sehr leise und muss meinen Namen ständig wiederholen. („Ich heisse Dési. Nein, nicht Lassie! Dési, das ist die Abkürzung für Désirée. Nein, ich sagte Désirée, nicht Salome!“) Noch schlimmer ist der Nachname. Ich hiess schon Dessler, Fässler, Stettler, Fetter, Fettler oder Schneider.

Erstaunlich war auch, wie viele Gesichter mir bekannt vorkamen. Liegt vielleicht daran, dass die meisten ihre politische Gesinnung nicht in die Welt rausbrüllen. Süss fand ich es auch, als jemand mich mit den Worten „Oh, die kleine Fessler!“ begrüsste. Das hatte fast was Familiäres. Als Jüngste von vier Geschwistern bin ich auch zuhause „Die Kleine“.

Nach Tomatensuppe, kalten Platten, vielen Zahlen und einer roten Rose, verliess ich das Lokal ganz in Dési – Manier geradezu fluchtartig, um angedrohten Fototerminen noch rechtzeitig zu entkommen. Trotzdem, ich bleibe meinem Vorsatz treu, ich will mich mehr engagieren. Zumal das nächste Jahr ein spannendes Jahr wird, weil bei uns in Langenthal wird gewählt! Stadtrats – und Gemeinderatswahlen stehen an. Keine Angst, ich kandidiere nicht. Wobei mich für einen kurzen Moment die Vorstellung amüsierte, wie ich im Einhornkostüm durch die Stadt hüpfe, Glitzerstaub über die Menschen streue und mit meinem zarten Stimmchen jubiliere: Wählt mich! Ich bin das letzte lebende Einhorn! Die Aufmerksamkeit wäre mir sicher. Der Zweifel an meinem Geisteszustand auch.

Lange Rede, kurzer Sinn, vielleicht wird jetzt die Politik wieder etwas präsenter auf dem Blog. Es ist aber nach wie vor kein Politikerblog und ich werde mich bemühen, die Geschehnisse vom Politzirkus Langenthal so amüsant und unterhaltsam zu schildern wie möglich.

Ich wünsche euch frohe Ostern! Macht es nicht so wie ich und esst fast zwei Packungen Zuckereier alleine. Der Zuckerflash war zwar inspirierend, der Absturz danach inklusive Bauchkrämpfe war allerdings weniger cool. Jetzt hoffe ich, dass Schwarztee ebenso inspirierend ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen