Donnerstag, 26. November 2015

Neue Blogthemen



In letzter Zeit war es auf dem Blog eine Spur zu politisch. Und eine Spur zu deprimiert. Und einfach zu wenig…glitzernd und bunt und lustig. Abgesehen davon glaubt ihr jetzt bestimmt alle, ich würde nichts anderes tun, als mir laufend Fernsehsendungen reinzuziehen und hinterher darüber zu lästern. Ursprünglich war der Blog ja nicht dafür gedacht, sondern dafür, Texte zu veröffentlichen. Geschichten, Szenen, Skizzen, Personenbeschreibungen. Ein Tummelplatz für meine literarischen Gehversuche. Das habe ich aus den Augen verloren.

Bestimmt habt ihr bemerkt, dass die Arena – Protokolle nicht mehr gekommen sind. Das hat zwei Gründe. Zum einen habe ich immer noch einen Wahlkater und habe jedes Mal, wenn gewisse Politiker das Maul auftun, verspüre ich den Drang meinen Schuh durch den Fernseher zu rammen. Zum anderen habe ich bemerkt, dass ich anfange, mich zu wiederholen. Weil sich die Argumente der Parteien ja nie wirklich ändern, bleiben auch die Gespräche immer…gleich. Und ich will euch nicht immer aufgewärmte Texte vorsetzen. Ich denke eine Arenapause ist jetzt erstmal angebracht.   

ABER: Ich war nicht untätig. Tatsächlich habe ich mir ZWEI (man beachte die Zahl) regelmässige Blogthemen ausgedacht, die ich euch hiermit mit Stolz und Andacht präsentiere:
·         Der Filmzitate – Marathon
·         Fasnacht in Langenthal

Und ja, ich kann mir jetzt wie ihr auf dem Bildschirm glotzt und euch fragt: Wovon redet die Irre denn jetzt da?

Das Filmzitate Projekt stammt aus der Fanfiction – Welt. Als Fanfiction bezeichnet man eine Geschichte, die auf einer bereits bestehenden Erzählung basiert, diese weiterführt, umschreibt oder einfach deren Charaktere entlehnt. Natürlich darf man damit kein Geld verdienen, denn das wäre ja Diebstahl geistigen Eigentums. Deshalb werden die Storys unentgeltlich auf riesigen Internetplattformen online gestellt, wo Fans sie lesen, beurteilen und kommentieren können. Fanfiction ist ungeheuer beliebt, in manchen Kreisen jedoch auch sehr umstritten.

Seit Jahren schreibe ich selbst Fanfiction. Es ist einfach eine fantastische Übung für jeden Schreiberling. Kritik im Internet ist oft schonungslos, aber sie ist auch ehrlicher als Kritik von Familie oder Freunden. Mein Schreiben hat sich durch diesen direkten Austausch mit anderen Hobbyautoren und leidenschaftlichen Fans enorm verbessert. Es gibt immer wieder „echte“ Autoren die über Fanfiction das literarische Näschen rümpfen. Es gibt sogar solche, die Fanfiction zu ihren Werken verbieten. Das ist ihr gutes Recht, allerdings finde ich das ziemlich engstirnig. Denn mal ehrlich: Gibt es eine grössere Verbeugung vor einem Autoren, als wenn man selbst zur Feder greift, weil man dessen Welt partout nicht verlassen will?

Fanfictionautoren stellen sich gerne gegenseitig Herausforderungen. Und eine davon ist eben das Filmzitateprojekt. Ziel ist es, 100 Filmzitate literarisch zu verarbeiten. Ob man eine zusammenhängende  Geschichte oder mehrere Kurzgeschichten schreibt ist unwichtig. 90 Filmzitate werden vorgegeben, 10 darf man selbst wählen. Die Herausforderung reizt mich. 100 Texte innerhalb eines Jahres.  Ich freu mich drauf (und vertrau darauf dass meine Muse, dieses launische Biest, mal wieder richtig arbeitet). Die Liste findet ihr unter: Filmzitate.

Das zweite Thema ist persönlicher. Die Langenthaler Fasnacht ist nicht zu vergleichen mit der Basler Fasnacht oder der Luzerner Fasnacht. Sie ist bescheidener. Aber sie ist wilder. Es gibt nicht tausend Regeln, die man zu beachten hat und alle können mitmachen. Das ist ja bei der Basler Fasnacht bei weitem nicht so, wo man als Nichtbasler schon sehr aufpassen muss um nicht in ein Fettnäpfchen zu trampeln. Ich hab mal in Basel gearbeitet und bei einem Personalanlass wurde mir die Fasnacht ausführlich erklärt und glaubt mir: Für die Basler ist das ein heiliges Ritual und wehe, irgendwer schert aus! In Langenthal sind alle willkommen – zumindest an der Fasnacht – und deshalb erfreut sie sich auch ziemlicher Beliebtheit.

Ich habe die Fasnacht schon immer geliebt. Auch wenn ich sonst weder auf Menschenmenge noch auf Konfetti stehe. An der Fasnacht ist es anders. Es ist bunt, laut, ausgelassen und fröhlich. Schon als Kind war Fasnacht für mich fast so toll wie Weihnachten. Wir wohnten damals noch in der Stadtmitte, deshalb hatten wir nur zwei Varianten: Entweder wir fangen an die Fasnacht zu lieben oder wir hassen sie. Wir haben uns für Ersteres entschieden.

In meiner Teenagerzeit geriet die Fasnacht ein wenig in Vergessenheit bis ich mich mit achtzehn, gemeinsam mit meiner Schwester, wieder auf die Gasse wagte. Und da fing es wieder an zu brennen, das erloschen geglaubte Fasnachtsfieber. Im jugendlichen Übermut beschlossen wir nach diesem Wochenende eine Schnitzelbank zu gründen. Mit weitreichenden Konsequenzen.

Jetzt machen wir das schön fünf Jahre. Dieses Mal will ich es allerdings dokumentieren und euch einen Blick hinter die Kulissen werfen lassen. Denn eine Schnitzelbank ist nicht so einfach zu schreiben und noch schwerer aufzuführen. Und glaubt mir: Die Langenthaler machen es einem nicht immer leicht! Deshalb das zweite grosse Blogthema für die nächste Zeit: Hinter den Kulissen des Clanum Mystericum!

Also: Bleibt mir treu!


      


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